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  • WER MELDET?
    Geben Sie Ihren Namen und Ihren Standort an.
  • WO?
    Hier beschreiben Sie den Rettungskräften die genaue Bezeichnung des Notfallortes, Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk, usw. an - Diese Angaben sind zwingend notwendig.
  • WAS?
    Beschreiben Sie die Notfallsituation so kurz wie möglich - Die Leitstelle muss erkennen welche Maßnahmen für diesen Einsatz notwendig sind.. (Rettungshubschrauber, Feuerwehr, usw.)
  • WIE VIEL?
    Wie viele Verletzte sind zu versorgen. Diese Angaben entscheiden über Anzahl der Fahrzeuge und Personal.
  • WELCHE?
    Welche Verletzungen oder Krankheitszeichen haben die Betroffenen? Diese Anzeichen entscheiden darüber, welche Spezialisten (z. B. Notarzt) und welche Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
  • WICHTIG:
    Legen Sie erst auf, wenn das Gespräch von der Leitstelle (112) beendet wurde. Die Rettungsleitstelle hat möglicherweise Fragen an Sie, die Sie in Ruhe und so genau wie möglich beantworten sollten.

NOTRUF 112 !    Alarmieren Sie bei einem Brand sofort die Feuerwehr!

  

Mottfeuervorschriften

Lkrs. Oberallgäu / Betzigau / Sonthofen-Altstädten (PI Kempten/PI Sonthofen) | 12.04.2011 11:47 Uhr

Mottfeuer führen zu Polizeieinsätzen - Rechtliche Hinweise

Zu zwei Polizeieinsätzen in Zusammenhang mit sog. Mottfeuer kam es gestern durch Beamte der Polizeiinspektion Kempten bzw. der Polizeiinspektion Sonthofen. Vorangegangen waren Meldungen eines Luftbeobachters des Landratsamtes Oberallgäu über Mottfeuer, bei denen keine in der Nähe anwesenden Aufsichtspersonen festgestellt werden konnten.

Gegen 14.40 Uhr wurde im Gemeindebereich von Betzigau eine entsprechende Rauchentwicklung ausgemacht. Beim Eintreffen von Kräften der Feuerwehr Hochgreut war kein Verantwortlicher vor Ort. Wie sich später herausstellte, war dieser, ein 55-jähriger Mann, zwischenzeitlich zum Mittagessen nach Hause gegangen und hat das Feuer sich selbst überlassen. Ihn erwartet nun eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige nach der Verordnung zur Verhütung von Bränden (VVB).
 
Gegen 15.30 Uhr wurde im Bereich von Sonthofen-Altstädten ein weiteres Mottfeuer gemeldet. Die alarmierte Streife der PI Sonthofen konnte bei dem lichterloh brennenden Feuer zwar einen 51-jährigen Mann antreffen, dieser hatte jedoch keinerlei Löschmittel dabei. Aufgrund der zur Zeit sehr großen Waldbrandgefahr wurde die Feuerwehr Altstädten angefordert, die sich um das Feuer kümmerte. Den Verantwortlichen erwartet nun ebenfalls eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige.
 
 
Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West darf aus gegebenen Anlass auf folgenden Rechtsstand hinweisen:
 
Das Verbrennen von Abfällen ist laut der Bayerischen Pflanzenabfallverordnung nur außerhalb bebauter Ortsteile und nur an Werktagen von 08 bis 18 Uhr zulässig. Ein Mottfeuer ist nur dann erlaubt, wenn der Abtransport der Pflanzenabfälle nicht möglich ist. Gefahren, Nachteile oder erhebliche Belästigungen durch Rauchentwicklung und ein Übergreifen des Feuers über die Verbrennungsfläche hinaus sind zu verhindern. Pflanzliche Abfälle dürfen nur im trockenen Zustand verbrannt werden. Das Feuer ist von mindestens zwei, mit geeignetem Löschgerät ausgestatteten, leistungs- und reaktionsfähigen Personen über 16 Jahre ständig zu überwachen. Bei starkem Wind darf kein Feuer entzündet werden. Um die Brandfläche ist ein Bearbeitungsstreifen von drei Metern Breite zu ziehen, welcher von pflanzlichen Abfällen freizumachen ist. Es ist sicherzustellen, dass die Glut beim Verlassen der Feuerstelle, spätestens jedoch bei Einbruch der Dunkelheit, erloschen ist. Die Verbrennungsrückstände sind möglichst bald in den Boden einzuarbeiten. Laut den Brandverhütungsvorschriften (VVB) und dem Bayrischen Waldgesetz sind gewisse Sicherheitsabstände zu Wohngebäuden, öffentlichen Verkehrswegen, zu Waldrändern, Rainen, Hecken und sonstigen brandgefährdeten Gebäuden einzuhalten.
 
Anzumerken ist, dass man bestimmte pflanzliche Abfälle auch verrotten lassen kann, ohne dass es eines Mottfeuers bedarf. Bei einer Inversionswetterlage sollte ohnehin auf das Abbrennen von Mottfeuern ganz verzichtet werden.
 
 
Diese Sicherheitsabstände betragen in der Regel mindestens:
 
300 Meter zu Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen und vergleichbaren Einrichtungen
300 Meter zu Gebäuden, deren Wände o. Dächern aus brennbaren Stoffen bestehen o. in denen leicht entflammbare Stoffen, brennbare Flüssigkeiten o. brennbare Gase hergestellt/gelagert/bearbeitet werden
100 Meter zu sonstigen Gebäuden
100 Meter zu Zeltplätzen, anderen Erholungseinrichtungen und Parkplätzen
100 Meter zu Waldrändern
75 Meter zu Schienenwegen und öffentlichen Straßen
25 Meter zu Feldgehölzen, Hecken u. a. brandgefährdeten Gegenständen
10 Meter zu öffentlichen Feldwegen, beschränkt öffentlichen Wegen und Eigentümerwegen, sowie Privatwegen, die von der Öffentlichkeit genutzt werden

                                                                                                                                                                        12.04.2011